Suchtfrei h_da
Sucht kann jeden Menschen betreffen – unabhängig von Alter, Herkunft, sozialem oder beruflichem Hintergrund.
Sie kann viele verschiedene Formen annehmen und sich in unterschiedlichen Lebenssituationen entwickeln. Sucht kann sich auf den Konsum von Alkohol, Medikamenten, Nikotin oder anderen Substanzen beziehen, aber auch auf bestimmte Verhaltensweisen, beispielsweise Glücksspiel oder die Nutzung digitaler Medien.
Dabei beginnt eine problematische Entwicklung nicht erst mit einer Abhängigkeit. Auch riskanter oder schädlicher Konsum kann die Gesundheit, das persönliche Wohlbefinden, das Studium oder die Arbeit sowie das soziale Umfeld beeinträchtigen.
Diese Seite gibt einen Überblick über Sucht und Suchtprävention und zeigt, wo Sie Informationen, Beratung und Unterstützung finden können – für sich selbst oder wenn Sie sich Sorgen um einen Menschen in Ihrem Umfeld machen.
Orientierung und Einordnung
Sucht hat viele Formen
Suchtprobleme können sich unter anderem beziehen auf:
- Alkohol
- Medikamente
- illegale Substanzen
- Nikotin und Tabak
- Glücksspiel
- digitale Medien und Computerspiele
- andere Verhaltensweisen, die zunehmend schwer kontrollierbar werden
Hinter problematischem Konsum oder Verhalten können unterschiedliche Ursachen und Lebenssituationen stehen. Belastungen, Stress, psychische Krisen, soziale Faktoren oder persönliche Erfahrungen können dabei eine Rolle spielen.
Eine Abhängigkeit ist keine Frage von mangelnder Willenskraft. Sie ist eine komplexe Erkrankung, bei der professionelle Unterstützung sinnvoll und wirksam ist.
Wann kann Konsum oder Verhalten problematisch werden?
Nicht jeder Konsum und nicht jedes intensive Verhalten bedeutet automatisch eine Abhängigkeit. Es kann jedoch sinnvoll sein, das eigene Verhalten genauer anzuschauen, wenn beispielsweise:
- der Konsum oder ein bestimmtes Verhalten zunehmend schwer zu kontrollieren ist,
- häufiger oder mehr konsumiert wird als ursprünglich beabsichtigt,
- Konsum genutzt wird, um Stress, Belastungen oder unangenehme Gefühle zu bewältigen,
- andere Lebensbereiche darunter leiden,
- Konflikte mit Familie, Freund*innen, Kollegi*nnen oder anderen Menschen entstehen,
- bereits erfolglose Versuche unternommen wurden, den Konsum oder das Verhalten zu reduzieren,
- man sich selbst zunehmend Sorgen über den eigenen Konsum macht.
Auch wenn Sie sich nicht sicher sind, ob tatsächlich ein problematisches Verhalten oder eine Abhängigkeit vorliegt, kann eine Beratung hilfreich sein. Sie müssen nicht erst eine Diagnose haben oder eine bestimmte Schwelle erreichen, um sich Unterstützung zu holen.
Wenn Sie sich um einen Menschen sorgen
Vielleicht machen Sie sich nicht um sich selbst, sondern um eine Kollegin, einen Kollegen, einen Studierenden, eine Führungskraft oder eine andere Person in Ihrem Umfeld sorgen. Auch dann kann es sinnvoll sein, aufmerksam hinzuschauen und das Gespräch zu suchen.
Sie müssen dabei nicht sofort Lösungen anbieten oder wissen, was zu tun ist. Oft ist es zunächst hilfreich, die eigene Wahrnehmung anzusprechen, Interesse zu zeigen und der betroffenen Person zuzuhören. Ein ruhiges, wertschätzendes Gespräch kann ein wichtiger erster Schritt sein.
Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Situation belastend oder möglicherweise akut ist, holen Sie sich Unterstützung. Sie müssen eine solche Situation nicht allein auffangen.