Initiative für mehr Verkehrssicherheit in Hessen

Wissenschaft, Praxis und Lehre gehen Hand in Hand – am 19.09.2023 (Präsenz)

Zwar hat sich die Sicherheit im Straßenverkehr in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert, doch die Anzahl der Todesfälle und Verletzungen ist immer noch zu hoch. Der Anteil der im Straßenverkehr tödlich verunglückten Radfahrenden hat sich seit dem Jahr 2000 sogar fast verdoppelt. In 2022 stiegen die Anzahlen der Getöteten im Fuß- und Radverkehr. Eine verbesserte Infrastruktur zugunsten des Fuß- und Radverkehrs ist vordringlich. Sie wird auch eine enorme Auswirkung auf die sichere Teilnahme von Radfahrenden am Straßenverkehr mit sich bringen.

Die Europäische Union hat in 2019 einen Politikrahmen für die Straßenverkehrssicherheit im Zeitraum 2021 bis 2030 – Nächste Schritte auf dem Weg zur „Vision Null Straßenverkehrstote“ vorgelegt. Sie hat ihr ambitioniertes langfristiges Ziel bekräftigt, bis zum Jahr 2050 so weit wie möglich an die Zahl von Null Straßenverkehrstoten heranzurücken („Vision Zero“). Darüber hinaus wurden neue Zwischenziele festgelegt, um sowohl die Zahl der Verkehrstoten als auch der schweren Personenschäden zwischen 2020 und 2030 um 50% zu senken. Die EU baut auf nationalen Initiativen auf und bezieht alle Faktoren ein, die bei Unfällen eine Rolle spielen: Infrastruktur, Fahrzeugsicherheit, Verhalten der am Verkehr Teilnehmenden und Notfallmaßnahmen.

In Deutschland hat das Bundeskabinett im Juni 2021 das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur vorgelegte neue Verkehrssicherheitsprogramm der Bundesregierung für die Jahre 2021 bis 2030 beschlossen. Ergänzend wurde der „Pakt für Verkehrssicherheit“ gemeinsam mit Ländern und Kommunen geschlossen. Die Bundesregierung will der Verkehrssicherheitsarbeit damit neuen Schwung geben, um der „Vision Zero“ einen weiteren Schritt näher zu kommen. Bis 2030 soll die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent sinken, zugleich sollen weniger Menschen bei Unfällen schwer verletzt werden. Das Land Hessen hat in 2022 seine Verkehrssicherheitsstrategie bis 2035 vorgelegt und vertieft die Ansätze des Bundes.

Die Verkehrssicherheitsprogramme sind ein lebendiger und lernender Prozess, der regelmäßig überprüft und angepasst werden soll. Neben Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden sind auch Verbände, Institutionen und Unternehmen stärker als zuvor eingebunden.

Das diesjährige Symposium mit dem Motto „Auf dem Weg zur Vision Zero - Alle helfen mit!“ möchte Innovationen zur Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit in der konkreten Umsetzung aufzeigen.

Die gemeinsame Initiative für mehr Verkehrssicherheit in Hessen soll die Aus- und Weiterbildung in der Verkehrssicherheitsarbeit unterstützen. Das Wissen aus den Regelwerken soll um Informationen zu aktuellen Forschungsergebnissen ergänzt werden. Neue Handlungsansätze werden vorgestellt, um Impulse für Veränderungen zu geben.

Kontakt

Prof. Dr. Jürgen Follmann

Kommunikation
Haardtring 100
64295 Darmstadt

juergen.follmann@h-da.de

Mark-Simon Krause

Kommunikation
Haardtring 100
64295 Darmstadt

mark-simon.krause@h-da.de

Fragen oder Anmerkungen

Programm 2023

Hier finden Sie die Programm zum Symposium 2023.

Bilder der vergangenen Veranstaltung

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