Daten, Cloudservices und E-Mails

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Räume deine Online-Daten auf und lösche unnötige Dateien und E-Mails!

  • Mache dir bewusst, wie deine Dateien gespeichert sind. Lösche doppelte oder ungenutzte Dateien. Behalte, was du benötigst – aber nicht alles, was du jemals erstellt hast.
  • Prüfe beim Versenden von E-Mails, ob du alle Anhänge wirklich benötigst. Wenn mehrere Personen auf dieselbe Datei zugreifen sollen oder gemeinsam daran arbeiten, genügt gegebenenfalls ein Link zu einem gemeinsam verwendeten Online-Laufwerk.
  • Räume dein Postfach regelmäßig auf. Lösche nicht mehr benötigte E-Mails, insbesondere solche mit großen Dateianhängen, und leere anschließend den Papierkorb.

Auch digitale Daten brauchen Energie

Der Begriff Cloud suggeriert eine gewisse Leichtigkeit: Daten scheinen überall verfügbar zu sein, ohne dass wir uns Gedanken darüber machen müssen, wo sie eigentlich gespeichert sind. Doch auch wenn die Cloud für uns sehr immateriell wirken mag, hinter ihr steckt eine ganz reale Infrastruktur.

Und auch echte Wolken sind schwerer, als man denkt: Eine durchschnittliche Wolke kann mehrere hunderttausend Kilogramm Wasser und Eis enthalten. Ähnlich verhält es sich mit der digitalen Cloud: Hinter unseren E-Mails, Fotos, Dateien und Backups stehen Rechenzentren mit Servern, Kühlungs- und Speichersystemen, die große Mengen von Energie, Wasser und anderen Ressourcen benötigen.

Die Cloud ist also nicht so schwerelos, wie sie scheint und sie ist auch nicht frei von Umweltkosten. Speichersysteme machen laut der Internationalen Energieagentur knapp 5% des Energieverbrauchs von Datenzentren weltweit aus (IEA, 2026). In einem Fallbeispiel schätzt das Umweltbundesamt, dass das Speichern von 1 TB Daten pro Jahr zwischen 166 und 280 kg CO2 verursacht (UBA, 2026). Pro Gigabyte an gespeicherten Emails entstehen nach einer Annahme einer Modellstudie so zum Beispiel etwa 0,55 kWh Energiekosten pro Jahr (Siy et al, 2025).

Es lohnt sich also, bewusst darauf zu achten, wie, wo und wie oft Dateien gespeichert sind. Ungenutzte Dateien müssen nicht zusätzlich in einer Cloud gelagert werden. Ein aufgeräumtes Postfach, das keine nicht mehr benötigten E-Mails mit großen Anhängen enthält, schafft nicht nur Ordnung, sondern hilft ein klein wenig, die Umweltkosten zu reduzieren.

Lust weiterzulesen?

IEA (zuletzt abgerufen: 06.10.26), https://www.iea.org/reports/energy-and-ai/energy-demand-from-ai

UBA (zuletzt abgerufen: 06.10.26), https://www.umweltbundesamt.de/themen/digitalisierung/gruene-informationstechnik-green-it/digitale-dienste-cloud-computing?#die-wichtigste-erkenntnis-zum-fallbeispiel-online-storage

Siy et al. (2025): E-litter: Nudging Email Usage Behavior One Byte at a Time, Proceedings of the ACM on Human-Computer Interaction, 9, https://doi.org/10.1145/3744198

Kontakt

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