Klimaschutzprojekt an der h_da gestartet
Seit dem 15. April verstärkt Dr. Jann Schrod das Kompetenzzentrum Nachhaltige Entwicklung an der h_da. In den kommenden zwei Jahren wird er ein Integriertes Klimaschutzkonzept für die Hochschule Darmstadt (h_da) entwickeln. Wer hinter dem Projekt steckt, worum es dabei geht und welche Ziele er verfolgt, erklärt er selbst in vier Fragen und Antworten.
Was ist eigentlich ein Integriertes Klimaschutzkonzept?
Bei einem Integrierten Klimaschutzkonzept – oder kurz IKK – geht es darum, einen strategischen Plan zu entwickeln, der darstellt, wie die Hochschule ihre Klimaschutzziele erreichen kann. Konkret heißt das also: Wie und wo können wir Treibhausgasemissionen einsparen? Dazu müssen wir im ersten Schritt natürlich erst wissen, wie hoch unsere Treibhausgasemissionen aktuell überhaupt sind. Mit so einer Treibhausgasbilanz können wir dann besser beurteilen, wo wir uns verbessern müssen und wie wir zu einem klimaneutralen Pfad gelangen. Das Herzstück eines IKKs ist der Maßnahmenkatalog, in dem eine Reihe ganz konkreter Klimaschutzmaßnahmen so detailliert beschrieben wird, dass diese auch umgesetzt werden können.
„Integriert“ heißt dabei übrigens, dass der Klimaschutz nicht als isoliertes Einzelthema betrachtet werden kann – vielmehr ist er eine Querschnittsaufgabe, die sich über alle Fachbereiche hinweg erstreckt und an der alle Hochschulangehörigen beteiligt sind.
Warum ist Klimaschutz für die h_da wichtig?
Die Hochschule Darmstadt hat als öffentliche Einrichtung des Landes Hessen eine Vorbildrolle mit gesellschaftlicher Verantwortung, der sie gerecht werden will. Auch im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie hat sich die h_da bereits aktiv für mehr Klimaschutz positioniert. Nicht zuletzt geht es aber auch darum, sparsamer mit Ressourcen umzugehen und den gesellschaftlichen Wandel zukunftsorientiert voranzutreiben. Mehr Klimaschutz bedeutet dabei nicht unbedingt höhere Ausgaben – gut umgesetzte Klimaschutzmaßnahmen können auch ohne größere Investitionen wirksam sein, indem sie Prozessabläufe umdenken, Ressourcen schonen oder das Bewusstsein für Energieverbrauch und Umwelt stärken.
Wer ist der neue Klimaschutzmanager und was ist seine Motivation?
Ich bin gelernter Meteorologe mit einer Promotion in Geowissenschaften und habe in den letzten zwölf Jahren an der Goethe Universität Frankfurt in Forschung und Lehre im Bereich experimentelle Atmosphärenforschung und Umweltwissenschaften gearbeitet. Der Klimawandel sowie seine Ursachen und Folgen haben mich dabei schon immer sehr interessiert. In meiner neuen Aufgabe als Klimaschutzmanager an der h_da verfolge ich das Ziel, Veränderungsprozesse anzustoßen und konkrete Maßnahmen umzusetzen, die eine sichtbare Veränderung für mehr Klimaschutz bewirken. Mich motiviert besonders die Möglichkeit, Klimaschutz nicht nur mehr wissenschaftlich zu betrachten, sondern auch eine aktive Rolle einzunehmen und gemeinsam mit der Hochschule zukunftsfähige Strukturen und Prozesse zu entwickeln.
Wie kann ich mich als Hochschulangehörige:r am Klimaschutz beteiligen?
Die Entwicklung des Integrierten Klimaschutzkonzepts lebt vom Austausch mit den Hochschulangehörigen. Deshalb sollen im Rahmen der Konzepterstellung verschiedene Beteiligungsformate angeboten werden, um Ideen, Anregungen und Perspektiven aus möglichst vielen Bereichen der h_da einzubeziehen.
Sie können alle schon jetzt durch viele kleine Alltagsentscheidungen zu mehr Klimaschutz an der Hochschule beitragen! Jedes Mal, wenn Sie mit dem Rad oder der Bahn zur Hochschule fahren – oder ab 8. Juni beim STADTRADELN klimafreundliche Kilometer sammeln –, wenn Sie sich den „Klimateller“ oder ein anderes vegetarisches oder veganes Gericht in der Mensa schmecken lassen oder wenn Sie daran denken, den Stecker Ihres Laptops aus der Steckdosenleiste zu ziehen, helfen Sie ein kleines bisschen mit.
Sie haben eine gute Idee, wie wir den Klimaschutz an der h_da gemeinsam stärken können? Dann melden Sie sich einfach bei jann.schrod@h-da.de.
Das Projekt KSI: Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts für die Hochschule Darmstadt (h_da) mit dem Förderkennzeichen 67K31171 erhielt eine Förderung von zwei Jahren Laufzeit durch die Nationale Klimaschutzinitiative.
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Weitere Informationen finden Sie auf www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie.