Energiesparmodus, Bildschirmhelligkeit und Suchmaschinen

Unser Tipp

Nutze die automatisierten Energiesparoptionen deines Computers!

  • Du willst dir kurz einen Kaffee holen? Lass deinen Computer in der Zeit schlafen.
  • Verlasse dich nicht darauf, dass du immer daran denkst, deinen PC selbst in den Ruhezustand zu versetzen, sondern nutze die automatisierten Einstellungen. 
  • Stelle die Zeitspanne, nach der dein Computer in den Ruhemodus wechselt, nicht zu hoch ein.
  • Reduziere deine Bildschirmhelligkeit. Probiere doch einfach mal aus, ob du einen Unterschied bemerkst, wenn du die Helligkeit beispielsweise auf 80 % reduzierst.
  • Schalte deinen Computer am Ende des Arbeitstages vollständig aus, wenn du ihn nicht mehr benötigst.
  • Probiere eine klimafreundliche Suchmaschine als Standardsuchmaschine aus.

Computer clever nutzen

Dass Bildschirmschoner Energie sparen sollen, ist schon lange als Mythos entlarvt. Ganz anders verhält es sich mit Energiesparoptionen, die ein Gerät nach einer gewissen Zeit der Nichtnutzung automatisch in den Ruhemodus versetzen. Kawamoto et al. (2004) schätzten, dass ein vollständig eingeführtes automatisches Energiesparmanagement für Bürogeräte in Japan knapp 2 % des gesamten kommerziellen Stromverbrauchs einsparen könnte.

Auch im kleineren Maßstab können sich Energiesparmaßnahmen lohnen. In einer Studie an einer koreanischen Universität wurde ein System zur Erkennung der Raumnutzung installiert, das Computer, Monitore und Computerzubehör automatisch in einen energiesparenden Zustand versetzte, wenn keine Personen im Raum waren. Dadurch konnte der Stromverbrauch von Monitoren und Computerzubehör um 26 % reduziert werden (Bae et al., 2016).

Diese Beispiele zeigen, dass sich der automatische Übergang in den Ruhemodus nach einer angemessen kurzen Leerlaufzeit lohnen kann. Dabei sollte man sich nicht darauf verlassen, immer selbst daran zu denken, den Computer manuell in den Energiesparmodus zu versetzen.

Auch die Bildschirmhelligkeit hat einen Einfluss auf den Energieverbrauch. Jones et al. (2013) zeigten am Beispiel eines typischen Laptop-Power-Budgets, dass das LCD-Display rund 43 % des Energieverbrauchs ausmachen kann. In ihrer Untersuchung nutzten viele Studierende eine sehr hohe Bildschirmhelligkeit: 63 % der Messwerte lagen bei mindestens 90 %, 52 % sogar bei 100 %. Gleichzeitig konnten viele Teilnehmer*innen in einem Test kaum erkennen, wenn die Helligkeit auf 80 % reduziert wurde.

Beim Surfen und Suchen im Internet können wir ebenso Einfluss auf die Ressourcennutzung nehmen. Untersuchungen zeigen, dass sich der Ressourcenverbrauch verschiedener Suchmaschinen unterscheiden kann (Greenspector, 2026). Klimafreundliche Suchmaschinen nutzen konsequent erneuerbare Energien und setzen all ihre Profite für Klimaschutzmaßnahmen und die Wiederherstellung von Ökosystemen ein (Ecosia, 2026).

Lust weiterzulesen?

Kawamoto et al. (2004): Energy saving potential of office equipment power management, Energy and Buildings, 36, https://doi.org/10.1016/j.enbuild.2004.02.004

Jones et al. (2013): Laptop energy-saving opportunities based on user behaviors, Energy Efficiency, 6, https://doi.org/10.1007/s12053-012-9167-5

Bae et al. (2016): Real-Time Occupant Based Plug-in Device Control Using ICT in Office Buildings, Energies, 9, https://doi.org/10.3390/en9030143

Greenspector (zuletzt aufgerufen 01.10.2026): https://blog.greenspector.com/en/search-engines/

Ecosia (zuletzt aufgerufen 01.10.2026): https://blog.ecosia.org/ecosia-search-engine/

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