Heizen, Lüften und Energiesparen im Alltag
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Beheize den Raum nur so stark, dass du dich bei deiner Arbeit wohlfühlst!
- Achte beim Nachregeln der Heizung darauf, dass das Erhöhen der Raumtemperatur mit einem signifikanten Mehrverbrauch an Energie verbunden ist. Erhöhe die Temperatur nicht übermäßig, sondern nur soweit, dass du dich während deiner Tätigkeit wohlfühlst. Beachte außerdem, dass es eine Weile dauert, bis sich die Raumtemperatur erhöht.
- Heize keine ungenutzten Räume. Drehe die Heizung herunter, wenn alle Personen den Raum verlassen.
- Halte die Wärme im Raum. Schließe während der Heizperiode Fenster und Türen und lüfte regelmäßig durch kurzes Stoßlüften.
- Halte Heizkörper frei. So kann die Wärme besser im Raum zirkulieren.
- Nutze keine zusätzlichen Heiz- oder Kühlgeräte, wenn es sich vermeiden lässt. Wenn dir ein Raum dauerhaft zu kalt oder zu warm ist, melde das Problem.
- Drehe die Heizung herunter und schließe alle Fenster, bevor du nach Hause gehst.
Auch in anderen Alltagsbereichen lässt sich Energie sparen
Über unser Verhalten beim Heizen und Lüften hinaus gibt es noch weitere Bereiche, in denen wir ganz leicht den Energieverbrauch senken können:
- Schalte das Licht aus, wenn ausreichend Tageslicht vorhanden ist oder niemand mehr im Raum ist.
- Schalte alle deine Geräte aus, wenn du sie nicht mehr nutzt. Noch besser ist es, wenn du Stecker aus der Steckdose ziehst.
Mit kleinen Veränderungen viel Energie sparen
Die Energiekrise aus dem Jahr 2022 ist uns allen sicherlich noch präsent. Auch wenn das Thema medial nicht mehr so allgegenwärtig ist, sind die Auswirkungen auch heute noch zu spüren. Damals wie heute gilt: Mit unserem Verhalten können wir alle mitbestimmen, wie viel Energie wir zum Heizen benötigen. Das Einsparpotenzial ist dabei nicht zu unterschätzen.
Wenn die Raumtemperatur beispielsweise von 21 °C auf 20 °C gesenkt wird, werden im Mittel rund 6 % weniger Heizenergie benötigt (Sperber et al., 2024). Je nach Gebäude, Heizungsvorrichtung und Außentemperatur kann das genaue Einsparpotenzial unterschiedlich ausfallen. Die Raumtemperatur etwas abzusenken kann beim Energiesparen helfen, ohne dass der Komfort auf der Strecke bleiben muss – manchmal helfen schon ein dicker Winterpulli oder eine Tasse heißer Kakao.
Damit die Wärme gut im Raum zirkulieren kann, sollten Heizkörper freigehalten werden. Außerdem sollten Fenster und Türen während der Heizperiode möglichst geschlossen bleiben, damit die Wärme nicht unnötig verloren geht. Für einen guten Luftaustausch ist regelmäßiges Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern in der Regel ausreichend.
Auch ungenutzte Räume müssen nicht auf voller Temperatur beheizt werden. Wenn ein Raum gerade nicht genutzt wird, kann die Heizung entsprechend heruntergedreht werden. Eine Studie an einer amerikanischen Universität zeigte beispielsweise, dass ein automatisiertes System, das die tatsächliche Raumnutzung der Studierenden berücksichtigte, 5–8 % Heizenergie einsparen konnte (Pritoni et al., 2016).
Lust weiterzulesen?
Pritoni et al. (2016): Do occupancy-responsive learning thermostats save energy? A fieldstudy in university residence halls, Energy and Buildings, 127, http://dx.doi.org/10.1016/j.enbuild.2016.05.024
Sperber et al. (2024): Turn down your thermostats – A contribution to overcoming the European gas crisis? The example of Germany, Heliyon, 10, https://doi.org/10.1016/j.heliyon.2024.e23974
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