Wissenschaft untersucht politische Einstellungen und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Wie erleben die Menschen in Darmstadt ihre Stadt und ihren Stadtteil? Wie bewerten sie Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und politische Entwicklungen? Welche Themen bewegen die Bürgerinnen und Bürger besonders? Diesen Fragen widmet sich der neue „Darmstadt-Monitor“, eine groß angelegte wissenschaftliche Bevölkerungsbefragung, die nun startet.
Der „Darmstadt-Monitor“ wird gemeinsam von der Hochschule Darmstadt und der Technischen Universität Darmstadt mit Unterstützung der Wissenschaftsstadt Darmstadt durchgeführt. Verantwortlich für das Projekt zeichnen Professor Christian Stecker und Moritz Stockmar (TU Darmstadt) sowie Professor Andreas Vlasic (Hochschule Darmstadt) und Professor Erik Flügge (Hochschule Darmstadt).
Für die Studie werden zufällig ausgewählte Darmstädterinnen und Darmstädter angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen. Die Befragung erfolgt anonym und dient ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken. Inhaltlich geht es unter anderem um Demokratiezufriedenheit, politische Teilhabe, Vertrauen in Institutionen, soziale Lage, Wohnen und Stadtentwicklung. „Mit dem ‚Darmstadt-Monitor‘ wollen wir besser verstehen, wie die Bürgerinnen und Bürger ihre Stadt wahrnehmen und was sie über ihre kommunale Demokratie denken“, erläutern Stecker und Stockmar. „Gerade in Zeiten politischer Polarisierung und großer Transformationsprozesse brauchen wir belastbare Daten statt bloße Vermutungen“, ergänzen Vlasic und Flügge.
Professor Arnd Steinmetz, Präsident der Hochschule Darmstadt, betonte: „Mit diesem Gemeinschaftsprojekt richtet sich Wissenschaft direkt an die Menschen und lädt ein, über Demokratie und Politik zu reflektieren. Unsere Studierenden können wiederum an Studien mit öffentlicher Relevanz und wissenschaftlicher Substanz direkt mitwirken.“
Die Präsidentin der TU Darmstadt, Professorin Tanja Brühl, äußerte sich erfreut darüber, dass die TU Darmstadt mit dem Befragungsprojekt in die Wissenschaftsstadt wirken kann. „Der ‚Darmstadt-Monitor‘ ist ein gelungenes Beispiel für gelebten xchange: Unsere Wissenschaftler:innen sind im Gespräch mit Mitgliedern der Stadtgesellschaft. Ergebnisse aus der Forschung ermöglichen produktive Veränderungen für unseren gemeinsamen Lebens- und Arbeitsort Darmstadt.“
Die ersten Ergebnisse des „Darmstadt-Monitors“ sollen im Juli 2026 vorliegen.