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Absolvent der Hochschule Darmstadt gewinnt Hessischen Hochschulfilmpreis 2016

Links Simon Pilarski und rechts Konstantin Korenchuk.

Links Preisträger Simon Pilarski und rechts sein Kollege und Geschäftspartner Konstantin Korenchuk

Simon Pilarski, Absolvent des Studiengangs Motion Pictures am Mediencampus der Hochschule Darmstadt (h_da) in Dieburg, hat den Hessischen Hochschulfilmpreis 2016 gewonnen. Die Auszeichnung erhielt er für seinen Abschlussfilm "Nächstenliebe". Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert und wurde am vergangenen Freitag (21. Oktober) im Rahmen des Hessischen Film- und Kinopreises in der Alten Oper Frankfurt verliehen.

Der Mystery-Thriller "Nächstenliebe", der in einem einsamen Dorf Mitte des 19. Jahrhunderts spielt, thematisiert den sexuellen Missbrauch eines kleinen Jungen durch einen katholischen Pfarrer. Selbst im Erwachsenenalter hat das Opfer noch immer mit seiner Vergangenheit zu kämpfen und ist erst nach vierzig Jahren dazu bereit, seinem Peiniger gegenüber zu treten. In dem 22-minütigen Genrefilm wird die Hauptrolle des Jungen Lukas von Oskar Keymer (Hauptrolle in "Hilfe ich habe meine Lehrerin geschrumpft" und "Conni & Co" mit Til Schweiger) gespielt.

Auszug aus der Jurybegründung: "Der junge Regisseur, der 1990 in Wiesbaden geboren wurde, widmet sich dem Thema Kindesmissbrauch in der Kirche mit kleinen, kurzen, zum Teil abstrakten Andeutungen, ohne den eigentlichen Akt darzustellen. Dies verleiht dem Kurzfilm spannende Momente, die durch gut gewählte Schauplätze, eine insgesamt dunkle und kalte Atmosphäre sowie durch sehr professionellen Schnitt unterstützt werden. Die Vielschichtigkeit des Themas wird in den drei Erzählebenen des Plots aufgegriffen, wobei ihm auch hier die filmtechnischen Übergänge und die inhaltliche Verknüpfung trotz Mehrfachbesetzung des Protagonisten sehr gut gelingen. Schließlich verleiht Simon Pilarski seinem Film mit auf die Szenen perfekt abgestimmter Musik die Krönung, so dass der Zuschauer bis unter die Haut ergriffen ist."

Simon Pilarski arbeitet inzwischen als Geschäftsführer der in Wiesbaden und Köln ansässigen Produktionsfirma "Sternenberg Films", die er gemeinsam mit Konstantin Korenchuk betreibt, mit dem auch "Nächstenliebe" gemeinsam entstand.