Der Verkehrssektor gehört zu den größten Emittenten von Treibhausgasen. 2024 lag sein Anteil an den Gesamtemissionen in Deutschland bei 22,3 % (Umweltbundesamt, 2026). In Europa ist der Pkw nach wie vor das mit Abstand meist genutzte Verkehrsmittel: 2024 wurden rund 75 % der Personenkilometer in der EU mit dem Auto zurückgelegt (European Environment Agency, 2026).
Die Mobilitätsemissionen durch Pendeln, Dienstreisen, Exkursionen und Auslandsaufenthalte machen in der Treibhausgasbilanz der h_da sogar den mit Abstand größten Posten aus. Diese Zahlen verdeutlichen, dass unser Mobilitätsverhalten einen erheblichen Einfluss auf die Treibhausgasemissionen hat. Mit der Wahl unserer Verkehrsmittel können wir unmittelbar mitbestimmen, wie viele Emissionen durch unsere täglichen Wege entstehen.
Wie groß dieser Hebel sein kann, zeigte sich während der COVID-19-Pandemie besonders deutlich. Auch aufgrund des deutlichen Rückgangs der Verkehrsemissionen sanken die täglichen globalen CO2-Emissionen zum Höhepunkt des Lockdowns im April 2020 vorübergehend auf ein Niveau, das zuletzt 2006 erreicht worden war (Le Quéré et al., 2020).
Natürlich muss nicht bei jedem Weg auf das Auto verzichtet werden. Oft gibt es aber gangbare nachhaltige Alternativen. Schon die Entscheidung, einzelne Wege anders zurückzulegen, kann einen Unterschied machen.
Umweltbundesamt (zuletzt aufgerufen: 01.10.2026): https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltzustand-trends/verkehr/emissionen-des-verkehrs#verkehr-belastet-luft-und-klima-minderungsziele-der-bundesregierung
European Environment Agency (zuletzt aufgerufen: 01.10.2026): https://www.eea.europa.eu/en/analysis/publications/sustainability-of-europes-mobility-systems
Le Quéré et al. (2020): Temporary reduction in daily global CO2 emissions during the COVID-19 forced confinement, Nature Climate Change, 10, https://doi.org/10.1038/s41558-020-0797-x
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