Hände mit Stift beim Zeichnen eines Architekturplanes

Campus „2040 plus“: Planungswerkstatt stellt Weichen für bauliche Weiterentwicklung

Wie könnte sich der h_da-Zentralcampus rund um die Schöfferstraße in den nächsten Jahrzehnten weiterentwickeln? Wo soll neu gebaut, wo muss abgerissen, wo kann aufgestockt werden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Vertreterinnen und Vertreter der h_da, der Stadt Darmstadt, des Hessischen Finanz- und des Wissenschafts- und Kunstministeriums, des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH) sowie Partner aus zwei Architektur- und Stadtplanungsbüros in einer Planungswerkstatt am 24. und 25. Juni 2019 im Senatssaal.

Am Ende des zweitägigen Treffens stand eine Vision des künftigen Campus, die – sofern die dafür nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen – in den kommenden Jahrzehnten nach und nach Gestalt annehmen könnte. Eines der zentralen Ergebnisse lautet: Für die Liegenschaft am Haardtring, also die „A-Gebäude“, sollen langfristig alternative Nutzungskonzepte mit hochschulnahen Einrichtungen entwickelt werden. Alle Beteiligten waren sich einig, dass eine gute Anbindung der dortigen Institutsgebäude an den zentralen Campus nicht möglich sein wird – zum einen wegen der stark befahrenen Berliner Allee, zum anderen wegen der Wohnbebauung, die eine dauerhafte Barriere bildet.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis: Alle Baufelder, die im Vorgängerworkshop vor fünf Jahren identifiziert wurden, werden um eine Etage aufgestockt. Damals war man noch von einem Standard von vier Geschossen für die Gebäude auf dem Campus ausgegangen. Nun wurde festgelegt, dass bei künftigen Bauvorhaben durchgängig fünf Geschosse möglich sind.

Zu den bereits im Planungsworkshop 2013/2014 ausgewiesenen Flächen für Neubauten gehören die Fläche der Hausmeisterhäuser inklusive Gebäude C 16 sowie der Parkplatz zwischen CuB-Gebäude (B 15) und Wasserbauhalle (B 13). Das Provisorium des Fachbereichs MK (C 12) soll abgerissen und durch einen fünfstöckigen Neubau ersetzt werden. Neu entwickelt wurde nun die Liegenschaft Birkenweg. Ein Abschnitt der Schöfferstraße soll zudem gesperrt werden, um eine autofreie Verbindung der Bereiche Birkenweg und Hochhaus zu ermöglichen. Durch die Nachverdichtung am Campus Schöfferstraße besteht die Möglichkeit, Flächen im Umfang des momentanen Bestandes am Haardtring und am Campus Dieburg zusätzlich zu schaffen.  

Wichtig zu wissen: Die Planungen, die nun besprochen und beschlossen wurden, betreffen nicht die unmittelbare Zukunft, sondern einen Zeitraum bis 2040 und darüber hinaus. Durch die Ergebnisse der Planungswerkstatt rückt allerdings erstmals die Möglichkeit in den Blick, langfristig einen „echten“ Campus entstehen zu lassen – mit einer einheitlichen baulich-ästhetischen Gestaltung, einem geschlossenen Wegenetz und attraktiven Freiflächen. Die Ergebnisse des Treffens werden in den kommenden Wochen dokumentiert und fließen auch in den Bebauungsplan der Stadt Darmstadt ein. An dieser Stelle werden wir Sie in Kürze ausführlich informieren und Bildmaterial zur Verfügung stellen.