Niklas, Tobi und Philipp von Mount EverQuest
Who Are YU!? – Bitte stellt euch kurz vor. Woher kennt ihr euch?
Wir sind Mount EverQuest, ein Team aus drei Personen, die allesamt den Studiengang „Augmented and Virtual Reality Design“ an der h_da abgeschlossen haben. Tobi hat die Idee von Klettern in virtueller Realität schon in seiner Bachelorarbeit untersucht. Da das großen Anklang fand, hat er das exist Gründungsstipendium ins Auge gefasst. Unterstützung hat er in seinem langjährigen Freund Philipp, und Niklas, einem Kommilitonen von Philipp gefunden. Zu dritt haben wir uns auf das Stipendium beworben.
Wie heißt und was ist eure Idee?
Unser Projekt heißt Mount EverQuest. Wir erweitern den traditionellen Indoor-Klettersport durch die Nutzung von Virtual-Reality-Technologie um aufregende, virtuelle Welten. Das heißt, du kletterst noch in einer Kletterhalle, siehst aber statt Plastikgriffen beispielsweise den Everest oder einen Vulkan, den du erklimmst, oder du hangelst dich an einem Raumschiff entlang.
Wow, das klingt abgefahren. Welche Vision oder welche langfristigen Ziele verfolgt ihr?
Wir möchten mit verschiedenen Einrichtungen kollaborieren, von Klettersport über Erlebnisparks bis in die medizinische Ecke. Wir wollen uns an zahllosen Herausforderungen probieren und einprägsame Erlebnisse schaffen und so allen möglichen Leuten den Klettersport näherbringen – in einer Form, in der dieser sonst für sie nicht möglich wäre. Mixed Reality bietet uns diese Möglichkeit. Unser Traum wäre es, eine eigene Kletterhalle einzurichten, welche komplett für Mixed Reality konzipiert und produziert ist.
Inwiefern hilft euch das exist Gründungsstipendium?
Das Stipendium bietet uns die Möglichkeit, in einem sicheren Rahmen mit modernster Technik und experimentellen Systemen zu forschen. Klettern in virtueller Realität gibt es bisher nicht, das hat technische Gründe. Die Entwicklung ist sehr aufwändig und komplex, das braucht volle Aufmerksamkeit. exist gibt uns die Möglichkeit, die zahlreichen Herausforderungen anzugehen.
Wo steht ihr gerade? Was peilt ihr als nächstes an?
Das System haben wir skalierbar gemacht; und den Endnutzern macht das Ganze auch Spaß. Jetzt gilt es, das System wirtschaftlich in genug Hallen zu bringen, die Lust darauf haben, den Leuten diese neue Art des Kletterns zu ermöglichen. Besonders freuen wir uns auf die bevorstehenden Messen, um unsere Technik zu demonstrieren, vor allem die Gamescom und die Vertical Pro, für die wir auch eine kleine Kletterwand gebaut haben. Schaut gern bei uns vorbei, wenn ihr da seid!
Gibt es ein Tool, eine App, einen Kniff oder Hack mit dem ihr täglich Zeit spart?
„Nein“ sagen. Wir sind Kreative und Entwickler, wir lieben die Optimierung und wollen alles natürlich immer perfekt machen, bis ins letzte Detail durchdesignen und am besten auch gleich jedes Feature haben. Da verrennt man sich in Kleinigkeiten, die kaum ins Gewicht fallen. Das kostet sehr viel Zeit und manchmal auch Nerven. Nicht auf Perfektion zu pochen, zu manchen Features einfach „nein“ zu sagen und manchmal „Das ist so schon gut genug“ und unsere Zeit fokussierter zu nutzen, spart Zeit und beschleunigt die Arbeit.
Vielen Dank für die spannenden Einblicke. Wir wünschen euch, dass ihr eure Ziele erreicht!
Augmented and Virtual Reality Design (B.A.)
exist-Gründungsstipendium
(2025/2026)
Daniel Timme
August 2026